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SchwachSuper 
Wie ja schon gestern der Kreiszeitung und unserer Facebook Seite zu entnehmen war, mussten wir uns leider in der 2. Runde des Intercups verabschieden.

Los ging es bereits am Donnerstag, als sich Peter und Kathi mit dem PKW in das ca. 1.000 km entfernte Ingré (ca. 140 km südlich von Paris) machten. Ein Zwischenstopp in Belgien sorgte dafür, dass sie nicht ganz so viele Kilometer an einem Tag fahren mussten. Einen Tag später ging es dann auch für Marco, Rico & Björn los, die per Flugzeug ab Hamburg nach Paris Orly flogen und von dort via Mietwagen weiterfuhren.

Angekommen am Hotel wurden wir direkt von Sophie, einer Spielerin der 2. Mannschaft von Ingré (eine Unisex Mannschaft, da Ingré aktuell keine Damen Mannschaft hat), gastfreundlich empfangen und der Abend konnte entspannt in dem nahegelegenden Grill Restaurant ausgeklungen werden.

Am Samstag ging es dann nach dem Frühstück ins ca. 10 km entfernte Orléans (ca. 115.000 Einwohner) für eine kleine Stadttour. Danach machten wir uns dann auf den Weg zur Spielstätte. Wir wussten im Vorfeld nicht so wirklich, was uns erwarten würde, da wir auch schon gehört haben, dass in Frankreich auch in höheren Ligen teilweise alte Ballsäle für den TT-Sport genutzt werden.

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Unsere Erwartungen wurden aber mehr als übertroffen, denn die Halle war sehr groß und bot generell somit fast perfekte Spielbedingungen. Als Gegner erwarteten Rico, Peter & Marco mit den Brüdern Xavier & Christoph Raynal so wie Benoit Jardin gleich 2 Linkshänder (Christophe & Benoit) und auch 2x Material. Benoit spielt Anti und Xavier eine lange Noppe auf der Rückhand mit der er erstaunlicherweise auch auf leere Bälle einen enormen Unterschnitt erzeugen kann.

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Nach der freundlichen Begrüßung von Sophie übernahm Kathi unsere Ansprache, da sie perfekt französisch spricht. Die ca. 100 Zuschauer waren sichtlich beeindruckt davon. Als dann auch die obligatorische Übergabe der Gastgeschenke verrichtet war, konnte es um kurz nach 17:00 Uhr endlich losgehen. Peter musste gegen Christophe Raynal an den Tisch, der offenbar genau wusste, was er zu machen hat. Völlig unbeeindruckt von Peters doch ziemlich spezieller Spielweise agierte er sehr kontrolliert. Zwar konnte Peter den 2. Satz "klauen", doch danach war es eine klare Angelegenheit für den Franzosen, der erstaunlich souverän seinen Stiefel runterspielte.

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Als 2. dann Rico gegen Xaviers Bruder Christophe. Wie erwähnt ist dieser mit langer Noppe ausgestattet, hat aber dennoch auch einige gute offensive Aktionen in petto. Es ging hin und her mit wirklich vielen spekaulären Ballwechseln, die die Halle zum Beben brachten. Spätestens im 5. Satz beim Stand von 8:7 für Rico gab es für die Zuschauer kein Halten mehr. Eine Wahnsinnsrally gewann Christoph und konnte letztlich den 5. Satz zur 2:0 Führung für Ingré herausspielen.

Nun musste Marco also die Kohlen aus dem Feuer holen und uns mit einem Sieg im Spiel halten. Nach dem 1. Satz (3:11) sah es noch gar nicht danach aus, aber Marco stellte sich immer besser auf das tischnahe Angriffspiel ein und konnte letztlich in 4 Sätzen für unseren ersten Punkt sorgen.

Doch die schlechte Nachricht war, als nächstes folgt ein Doppel - bekanntlicherweise nicht gerade unsere Stärke in letzter Zeit. Man entschied sich spontan für das Doppel Rico & Marco, die auch in allen 3 Sätzen gut dagegenhalten konnten. Aber in den entscheidenen Momentan fehlte einfach ein kleines Stück Mut & Fortune, so dass man mit 2x 11:9 und 13:11 auch das Doppel abgeben musste.

Als nächstes dann wieder Peter, dem anzusehen war, dass er nicht 2.000 km ohne Spielgewinn gefahren sein wollte. Zwar musste er im 2. Satz beim Stand von 0:10 fast die Höchsstrafe verkraften, kämpfte sich aber doch noch in den 5. und gewann das Spiel in diesem. Nun keimte wieder Hoffnung in unserem Lager auf, denn Marco war topfit und hatte eine gute Leistung gezeigt und außerdem rechneten wir uns gute Chancen in dem letzten Einzel zwischen Rico und Benoit Jardin aus.

Leider kam es dazu dann nicht mehr. Im 2. Satz egalisierte Marco ein 6:10, um dann doch noch mit 12:10 zu verlieren. Beim Stand von 0:2 Sätzen gewann er dann zwar die Sätze 3 (hier konnte er auch schon einen Matchball abwehren) und 4, um im 5. dann aber leider einzubrechen. Schnell stand es 0:6 und so war da dann nicht mehr viel zu machen...

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Unterm Strich dann also eine 4:2 Niederlage, die zwar eventuell zu vermeiden gewesen wäre, aber dennoch in Ordnung geht. Wir wünschen den Franzosen auf jeden Fall viel Glück im Achtelfinale in Vydrany (Slowakei). Nehmt eure Skisachen mit, das soll dort gut möglich sein ... ;-) Der TSV Lunestedt hat als Los ein Heimspiel gegen die polnische Profimannschaft aus Ostrada bekommen und wird mit Sicherheit wieder ein extrem volles Haus haben.

Nach dem Spiel gab es dann noch ein typisches französisches Abendbrot mit Schnittchen und reichlich Wein & Cocktails. Trotz zum Teil sprachlicher Probleme ein schöner Abend, da auch noch ca. 40 Leute bis in die Nacht dablieben und man zusammen über die (TT-) Welt philosophieren konnte. Am späteren Verlauf des Abends stieß dann auch noch der Ingrés Vereinsvositzender Fabien Poncelet mit dazu, der parallel noch bei den regionalen Seniorenmeisterschaften mitspielte und gewann.

Gegen halb 1 ging es dann zurück ins Hotel, wo der Abend mit ein Paar Bierchen ausgeklungen und der Trip noch einmal analysiert werden konnte. Für uns war der Wettbewerb auf jeden Fall eine schöne Erfahrung. Ob man zeitnah nochmal teilnehmen wird, bleibt abzuwarten, da schon nicht unerhebliche Kosten auf einen zukommen. Beim einem Heimspiel die Unterkunft und die Verpflegung für die Gäste und bei einem Auswärtsspiel eben die Kosten für die Anreise + wie bei unserem Fall die Übernachtungskosten für eine zusätzliche Nacht.

Aber vielleicht findet sich ja in Zukunft ein potenter Sponsor, der uns hier unterstützen möchte???? Denn ansonsten spricht absolut nichts gegen diesen schönen Wettbewerb. Ingré spielt z.B. bereits seit 15 Jahren jedes Jahr mit und konnte somit auch viele nette & lustige Anekdoten erzählen...

=> Bericht aus der Kreiszeitung
=> Bericht aus dem Weser Kurier

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