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SchwachSuper 
Das war nichts für schwache Nerven. Wieder einmal haben wir es bis zum letzten Spiel ausgereizt. Und wieder hatten wir das glücklichere Ende auf unserer Seite und schlagen unsere eigene fünfte Herren im nächsten Krimi mit 9:7. Diese Vereinsduelle - sie haben eben ihre eigenen Gesetze. Das war auch dieses Mal ganz deutlich zu sehen. Schon vor den ersten Ballwechseln wurde uns seitens der fünften Herren klar die Favoritenrolle zugewiesen. Dabei ging es nur noch um die Höhe des Sieges, zumal die "Gastgeber" auf Hagen verzichten mussten. Für ihn kam der Joker Brede zum Einsatz. Keine schlechte Maßnahme, wie sich am Ende noch herausstellen sollte. Wir dagegen mit der nominell stärksten Aufstellung, da Harald dieses Mal zugunsten von Jan-Thomas verzichtete. Doch Klaus hatte schon im Vorfeld der Partie seine Bedenken geäußert und ein Duell auf Augenhöhe prophezeit. Zu Recht, wie sich dann schnell herausstellen sollte, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Die Doppel begannen erwartungsgemäß. Zwar lagen Henning und Jan-Thomas gegen Jan und Marc in allen drei Sätzen bereits deutlich in Führung, vermochten diese aber nicht zu nutzen - 0:3. Klaus und Gunnar hatten hingegen nur im ersten Satz leichte Probleme gegen Kai und Michael und glichen umgehend aus. Deutlich verbessert im Vergleich zum ersten Auftritt zeigten sich Kai und Artur, die gegen Jörn und Brede nicht viel anbrennen ließen und für die erste Führung des "Auswärtsteams" sorgten.

Was folgte, waren jedoch zwei Einzel, die wir in dieser Form so nicht erwartet hatten. Jan agierte im Gegensatz zu Gunnar deutlich sicherer und behauptete sich in drei Sätzen. Auch Marc hatte einen ganz starken Tag erwischt. Immer wieder fand er die richtigen Lösungen gegen das Offensivspiel von Klaus und belohnte sich dafür in der engen Partie mit einem knappen und verdienten 12:10, 13:11, 9:11, 11:9. Damit sahen wir uns einem 2:3 gegenüber und die nächste Niederlage drohte, denn KC fand gegen Kai Tolksdorf überhaupt nicht zu seinem Spiel - 7:11, 2:11. Aber unser Käpt'n wusste sich zu steigern und kämpfte sich zurück in die Partie. Etwas mehr Risiko in seinem Spiel führte dazu, dass Kai Tolksdorf in der Folge etwas fehlerhafter agierte. Dennoch schien das Ding für KC beim 3:7 im fünfen Satz endgültig gelaufen - Auszeit. Diese kam genau zum richtigen Zeitpunkt, denn beim 10:9 hatte er Matchball. Zwar nahm nun auch Kai eine Auszeit, doch KC behielt kühlen Kopf und glich mit dem 11:9 zum 3:3 aus. Am Nebentisch fast eine Duplizität der Ereignisse. Henning hatte die ersten beiden Sätze für sich entschieden, ehe Michael dann doch noch einmal aufdrehte. Nur gut, dass auch Henning die Ruhe bewahrte - 11:9. Unten gingen dann beide Spiele an uns. Artur hatte gegen Jörn schnell ein 2:0 vorgelegt. Doch so einfach wollte sich Jörn dann doch nicht geschlagen geben und nach dem 11:8 im dritten Satz drohte aus Arturs Sicht beim 4:8 im vierten Durchgang tatsächlich der fünfte Satz. In dieser Phase riss bei Jörn jedoch der Faden. Durch vermeidbare Fehler brachte er Artur zurück ins Spiel und hatte sich das 8:11 dann selber zuzuschreiben. Mit dem 6:3 schienen dann eigentlich die Weichen für uns gestellt.

Aber weit gefehlt. Jetzt ging das Drama in den zweiten Akt. Und wieder war dafür das starke obere Paarkreuz der fünften Herren verantwortlich. Dabei hatte Klaus gegen Jan einen Auftakt nach Maß erwischt - 11:4. Im zweiten Satz verspielte "Klausi" beim 10:7 jedoch drei Satzbälle. Genau das war der Knackpunkt, wie Klaus später eingestehen musste. Allerdings hatte Jan auch einen echten Sahnetag erwischt und verkürzte durch das 3:1 auf 4:6. Da auch Gunnar gegen Marc verlor und Henning kein probates Mittel gegen das "Zerstörerspiel" von Kai Tolksdorf fand, war beim 6:6 wieder alles offen. Für das vorzeitige Unentschieden sorgten im Anschluss KC und Jan-Thomas, die gegen Michael und Jörn letztlich wenig anbrennen ließen. Damit lag es nun an Artur, den Sack für uns zuzumachen. Entsprechend motiviert ging er dann auch ins Spiel und zeigte Brede in den ersten beiden Sätzen aber mal ganz deutlich die Grenzen auf - 11:4, 11:4. Allerdings hatte er die Rechnung ohne den Joker gemacht, der sich dann irgendwie doch noch in das Spiel "pushte". Selbst als Brede dann im vierten Durchgang beim 10:7 drei  Satzbälle vergeben hatte, steckte er nicht den Kopf in den Sand, sondern gewann noch mit 13:11. Was sich dann aber im fünften Satz abspielte - es war kaum noch zu glauben. Egal, was Artur auch versuchte, Brede hatte die passende Antwort parat. Und da waren Bälle dabei, bei denen Eurosport froh gewesen wäre, wenn sie ein Kamerateam in der Halle gehabt hätten. Unfassbar! Auch wenn sich Artur nach dem schnellen 0:6 noch einmal zurückkämpfte, konnte er das 7:11 und damit den Anschluss zum 7:8 nicht mehr verhindern - Schlussdoppel. In diesem schien es dann zunächst so, als sollten Jan und Marc ihren positiven Lauf aus den Einzeln gegen Klaus und Gunnar fortsetzen können. Beim 1:2-Rückstand zogen unsere Jungs mit dem 12:10 aber noch einmal den Kopf aus der Schlinge und retteten sich in den fünften Satz. In diesem leisteten sich Jan und Marc dann definitiv ein paar Fehler zu viel und nach dem 11:6 war unser zweiter 9:7-Zittersieg im zweiten Spiel perfekt.

Auch wenn wir beide Male über die volle Distanz gehen mussten, stehen letztlich 4:0-Punkte zu Buche. Besser hätte es also nicht laufen können. Entscheidend ist, dass haben die Spiele gezeigt, dass wir den einen oder anderen Aussetzer dank unserer Ausgeglichenheit immer kompensieren können. Hoffen wir mal, dass es auch so bleibt. Und wenn dann immer ein 9:7 dabei herausspringen sollte - wir hätten sicher nichts dagegen.

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